Archäologiepark Martberg

Auf der Anhöhe zwischen Pommern und Karden gibt es, etwa 180 m über der Mosel, viel zu entdecken. Nach einzelnen Ausgrabungen und Funden im 19. und 20. Jahrhundert wird der Tafelberg seit 1994 systematisch auf archäologische Funde untersucht. Keltische Siedler errichteten auf dem Martberg etwa 100 v.Chr. eine Befestigungsanlage. Später begannen die Römer, auf dem Martberg eine bedeutende Tempelanlage mit mehreren Gebäuden zu erschaffen, auf dem sich bis in die Spätantike noch Pilger trafen. Den Ausgrabungen zufolge wurde auf dem Berg Lenus-Mars verehrt. Ein keltischer Gott, der besonders für die Treverer, aber auch für die damaligen Bewohner von Britannien eine starke Bedeutung hatte. Zahlreiche Fundstücke, wie etwa Münzen und Werkzeuge, haben die Archäologen auf dem Martberg gefunden und im Stiftsmuseum Treis-Karden ausgestellt. Teilweise wurden die Tempelanlage und die Wandelhalle nachgebaut und bilden das Herzstück des Parks, der für Besucher frei zugänglich ist.

 

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Bild: D. Herdemerten (Hannibal21), Wikipedia